AV-8B Harrier II

Im zweiten Teil folgt die Beschreibung, welche Besonderheiten und kleinen Katastrophen beim weiteren Zusammenbau und bei der Lackierung des Harrier warteten. Von Albert Tureczek

Mit der fertig gestellten Nase konnte es an den Bau des restlichen Rumpfes gehen. Dieser ist das größte Bauteil und beinhaltet ein relativ gut detailliertes Rolls-Royce Pegasus-Triebwerk. Um es am fertigen Modell zeigen zu können, wäre jedoch eine alternative Bauweise erforderlich, bei der man die Tragflächen abnehmbar gestalten müsste. Das war für mich keine Option, ich verbaute das Triebwerk vor allem wegen der Stabilität. Der Turbineneinlass G10 und die Kompressorschaufeln in der Mitte des Triebwerks F1 sind von außen einzusehen.

Der Bauplan empfiehlt für die Innenseiten des Triebwerks als Farbe „gebranntes Metall“. Zu beachten ist aber, dass nur die zwei hinteren der vier verstellbaren Düsen einen Hitzeausstoß haben. Die beiden vorderen liefern nur kalte Luft und können daher auch nicht „verbrannt“ aussehen. Die vier großen Ausstoßmarken im Turbineneinlass müssen zudem sauber verschliffen werden.

Auch für Hauptfahrwerkschacht und Fahrwerk verwendete ich die Aires Update-Teile. Wiederum phantastisch detailliert, machen hier speziell die ultradünn und exzellent wiedergegeben Klappen (Bruchgefahr!) einen großen Unterschied zu den dicken und relativ unförmigen Bausatzteilen. Bei meinen waren die Scharniere abgebrochen und mussten mit dünnem Plastik neu aufgebaut werden.

Im gleichen Arbeitsgang fertigte ich das rechte und linke Seitenfahrwerk an, das so typisch für den Harrier ist und ihm zusammen mit den Knickflügeln sein typisch raubvogelartiges Aussehen gibt. Die Bausatzteile sind ansonsten gut detailliert, besonders die Felgen mit den Gummireifen, die den Malvorgang erheblich vereinfachen (1). Auch hier tauschte ich die hydraulischen Dämpfer gegen Stahlrohre aus und brachte am Hauptfahrwerk noch Bremsleitungen an (2). Die Seitenfahrwerke von Aires passen gut und ohne Schwierigkeiten. Die Abdeckklappen E18 sind viel zu dick und wurden kräftig ausgedünnt.
Fotos: Albert Tureczek

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