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Focke-Wulf 190 A4 bekommt ihr Tarnschema und letzte Arbeiten

Nachdem die Maskierungsarbeiten erledigt sind, bekommt die Focke-Wulf 190 A4 von Zvezda nun ihr Tarnschema. Außerdem zeigen wir Ihnen Step by Step das Aufbringen der Decals, die Montage der Kleinteile und wie Sie mit Pigmenten Nutzspuren erzeugen.

 

Focke-Wulf 190 A4 bekommt ihr Tarnschema und letzte Arbeiten © Gerd Meinders
Focke-Wulf 190 A4 bekommt ihr Tarnschema und letzte Arbeiten

Wie nützlich Maskieren sein kann, haben wir bereits im ersten Teil unsere Simple&Smart Serie Anhand der des 1:72er-Modells der Focke-Wulf von Zvezda gezeigt.

Nun geht es in an die Bemalung. Sprich wir steigen bei der sechsten Baustufe ein. Das Jagdflugzeug bekommt seine Tarnung, Decals und die finale Montage der Kleinteile. Außerdem zeigen wir, wie mit Pigmenten Nutzspuren erzeugt werden.

Baustufe 6: Tarnen 

Der Zeitaufwand für die Tarnbemalung beträgt rund 30 Minuten.

Jetzt werden zunächst flächig Lichtblau (RLM 76) und anschließend Grauviolett (RLM 75) aufgetragen.

Jetzt werden zunächst flächig Lichtblau (RLM 76) und anschließend Grauviolett (RLM 75) aufgetragen.

Dann kommen die grüngrauen (RLM 74) Bereiche an die Reihe.

Dann kommen die grüngrauen (RLM 74) Bereiche an die Reihe. Die drei genannten Farben sind in unserem Falle alle von Humbrol.

Zuletzt werden noch (hier stark vereinfacht) braune Tupfen aufgetragen

Zuletzt werden noch (hier stark vereinfacht) braune Tupfen aufgetragen. Man könnte auch Schwämmchen verwenden.

Baustufe 7: Gelbflächen erzeugen

Der Zeitaufwand für die Gelbflächen beträgt rund 45 Minuten.

Zunächst müssen die Maskierungen der weißen Stellen entfernt werden, die jetzt gelb eingefärbt werden. Vorsicht gilt es …

Zunächst müssen die Maskierungen der weißen Stellen entfernt werden, die jetzt gelb eingefärbt werden. Vorsicht gilt es …

… beim Abziehen des Masking Tapes walten zu lassen. Jetzt muss man um die Mo torcowling und das Seitenleitwerk herum ...

… beim Abziehen des Masking Tapes walten zu lassen. Jetzt muss man um die Motorcowling und das Seitenleitwerk herum ...

... neu maskieren, damit der gelbe Sprühnebel beziehungsweise die gelben Pinselstriche keine angrenzenden Flächen treffen.

... neu maskieren, damit der gelbe Sprühnebel beziehungsweise die gelben Pinselstriche keine angrenzenden Flächen treffen.

Baustufe 8: Decals anbringen

Der Zeitaufwand für die Decals beträgt rund 50 Minuten.

Beim Bau eines Modells ist man vor Überraschungen nie sicher. Je weiter der Bau allerdings fortgeschritten ist, umso ärgerlicher werden größere Pannen.

Es gibt Decals, die nur schwer auf der Bausatzoberfläche haften und sich deren Konturen perfekt anschmiegen. Dann schlägt die große Stunde von Decal-Softern und/oder Decal-Settern.

In diesem Fall kam beides nicht zum Zuge … mit dem unten präsentierten Ergebnis.

Das Decal-Motiv mit einer sehr feinen Schere so ausschneiden, dass möglichst wenig überflüssiger Trägerfilm stehenbleibt.

Das Decal-Motiv mit einer sehr feinen Schere so ausschneiden, dass möglichst wenig überflüssiger Trägerfilm stehenbleibt.

Hier sieht man die bereits auf Form geschnittenen Balkenkreuzdecals des Bausatzes kurz vor dem Anbringen.

Hier sieht man die bereits auf Form geschnittenen Balkenkreuzdecals des Bausatzes kurz vor dem Anbringen.

Links und in der Mitte sieht man das, was von den Bausatz-Decals übrig blieb, als sie mit seidenmattem Klarlack von der Airbrush ...

Links und in der Mitte sieht man das, was von den Bausatz-Decals übrig blieb, als sie mit seidenmattem Klarlack von der Airbrush ...

... überzogen werden sollten. Eine Katastrophe. Also, was tun? Nun, man sucht in anderen Bausätzen möglichst passende ...

... überzogen werden sollten. Eine Katastrophe. Also, was tun? Nun, man sucht in anderen Bausätzen möglichst passende ...

... „Ersatzbalkenkreuze“ und/oder schneidet sie zu, wie hier bei den rein schwarzen Balkenkreuzen geschehen.

... „Ersatzbalkenkreuze“ und/oder schneidet sie zu, wie hier bei den rein schwarzen Balkenkreuzen geschehen.

Baustufe 9: Die Montage der Kleinteile

Fahrwerksbeine, Propellerblätter, Pitot-/ Staurohre, Antennen, MG-Läufe und viele andere filigrane Dinge mehr sollte man, wenn möglich, erst nach der Lackierung, wo das Modell sehr häufig hinund hergewendet wird, montieren. Die Erfahrung lehrt, dass gerade die filigranen Flugzeuganbauteile besonders häufig bei der Lackierung zu Bruch gehen und darüber hinaus beim Abkleben extrem störend sind.

Beim vorliegenden Kit mussten aber außer den beiden Hauptfahrwerksbauteilen und dem Propeller samt Spinner keine weiteren Teile montiert werden. Man sollte sich immer klar machen, dass so manche perfekte Passung beim Trockenbau nach der Lackierung der Teile nicht mehr funktioniert.

Das liegt natürlich an dem durch den Auftrag von einer oder mehreren Farbschichten erzielten vergrößerten Umfang der entsprechenden Teile. Hier hilft nur geduldiges passendes Zuschleifen aller lackierten Bausatzteile.

Der Zeitaufwand für die Montage der Kleinteile beträgt rund 20 Minuten.

Eine alte Regel beim Plastikflugzeugbau lautet: Alles, was das Handling des Modells erschwert, wird erst zum Schluss angebracht.

Eine alte Regel beim Plastikflugzeugbau lautet: Alles, was das Handling des Modells erschwert, wird erst zum Schluss angebracht.

Baustufe 10: Nutzspuren erzeugen mit Pigmenten

Im harten Kampfeinsatz mit oft mehreren Starts und Landungen an einem Tag hatten selbst die fleißigsten Bodencrews gar keine Chance, die Flieger sauber zu halten. So sieht man auf vielen Einsatzmaschinen des Zweiten Weltkriegs extrem starke Verschmutzungen. Besonders fallen dabei fast schon schwarze Rückstände, die sogenannten Abgasfahnen, im Bereich über oder unter den Flügelwurzeln auf.

Auch sind die Fahrwerke oft, aufgrund der miserablen Zustände auf den Feldflugplätzen sehr dreckig. Im Modell haben wir mit rauchschwarzem Pigmentpulver, das mit einem 4er-Flachpinsel von vorne nach hinten, also in Flugrichtung aufgetragen wurde, vom Moter ausgehend über die Rumpfsektion bis über die Flügelwurzel gestrichen.

Bewusst haben wir diesen Effekt hier deutlich zu stark ausgeführt, damit er auf den ersten Blick ins Auge fällt. Auch wurden die Fahrwerksbeine und Räder „eingestaubt“.

Der Zeitaufwand für die Nutzspuren beträgt rund 10 Minuten.

Schon am Gussast wurden alle Bereiche wie hier die Fahrwerksschächte vorlackiert, gewasht und dann erst montiert.

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