Lackieren und altern mit Weiß

Problemfarbe lackieren: Defender 110 Hardtop

So  lackieren und altern Sie weiße Farbe Weiß perfekt. Wie zeigen am Beispiel eines Land Rovers Defender 110 Hardtop wie es geht! 

Die Kotflügel des Land Rovers bestehen am Original aus schwarzem Gummi, ein Chipping realisiert hier Farbabplatzer. © ModellFan
Die Kotflügel des Land Rovers bestehen am Original aus schwarzem Gummi, ein Chipping realisiert hier Farbabplatzer.

Kennen Sie das auch? Das eigene Lager wird von Jahr zu Jahr größer, der Vorsatz, nichts Neues zu kaufen und Altes endlich mal fertig zu bauen, ebenfalls. Und dann fällt der Blick auf eine Neuheit und alle Vorsätze schwinden dahin, weil man den neuen Kit einfach haben will.

So geschehen bei mir und diesem Land Rover – eigentlich ein „cooles“ Fahrzeug, aber lohnt sich der Kauf? Als ich den Bison-Decal-Bogen „British Land Rovers in the Balkans“ sah, stand fest, dass der „Landy“ gekauft wird – und er würde weiß werden.

Typenvielfalt der Land Rover

HobbyBoss ergänzt seine Land Rover-Reihe mit der unbewaffneten Variante mit Hardtop. Eine genauere Bezeichnung dieser Ausführung wäre wünschenswert, aus lizenzrechtlichen Gründen scheint es aber bei der sehr allgemein gehaltenen Typenbezeichnung bleiben zu müssen.

Weil wir Modellbauer es aber gerne genau nehmen: Es handelt sich um einen Land Rover Defender TUM FFR eXtra Duty (XD) mit Hardtop (im Sprachgebrauch der britischen Armee „Truck Utility medium 110“).

Im Bausatz finden sich fünf Spritzlinge, einer mit durchsichtigen Teilen, dazu fünf Vinylreifen, ein kleiner Bogen mit Ätzteilen sowie ein übersichtlicher Decal-Bogen. Das Fahrwerk sitzt auf dem typischen, verstärkten Leiterrahmen, ausgestattet mit Achsen und komplettem Antriebsstrang.

Die Vinylreifen sind mit schönem und feinem Profil versehen, einen Herstelleraufdruck auf den Flanken sucht man aber vergeblich. Der Motor ist komplett dargestellt und macht einen guten Eindruck.

Korrektes Chassis

Der Chassis-Boden wird mit den passenden Seitenteilen zum typischen Defender ausgebaut. Das Innenleben umfasst vorne den kompletten Fahrerraum mit Armaturen, Sitzen, Hebeln und anderem. Hinten sind vier Sitzbänke längs eingebaut, ein relativ filigranes Gestänge rundet das Heck ab. Das Hardtop besteht aus einem Teil, in das am fertigen Modell die drei Türen eingesetzt werden.

Einige Details wie die Schutzgitter vor den Scheinwerfern liegen als PE-Teile bei. Auch hier kann ich nur Positives über die Qualität berichten – sauber gespritzte Teile fast ohne Grat, scharfe Details, lediglich an ganz kleinen Teilen ist etwas Nacharbeit erforderlich.

Die zehnstufige Bauanleitung ist typisch HobbyBoss: einfach, aber effektiv aufgebaut und verständlich. Beginnend in Step 1 wird zunächst die Motornachbildung aus 20 einzelnen Teilen erstellt. Wer beabsichtigt, die Motorhaube geöffnet zu zeigen, darf die kleinen Bauteile noch etwas versäubern und nachdetaillieren.

Wer die Form nicht stören möchte, klappt die Haube zu und erspart sich das Versäubern. Beim Fahrzeugrahmen bitte nicht verwirren lassen oder gar Spachtelmasse auspacken: Eine Rahmenseite besteht tatsächlich aus zwei Teilen, links A61, rechts A1 (A60 und A2)! Im Original besteht der Rahmen auch aus aufeinandergeschweißten Trägern.

Der weitere Bau des Rahmens samt Antriebsstrang, Auspuffanlage und anderem verläuft unspektakulär. Etwas aufpassen muss man erst wieder, wenn es um den hinteren Aufbau geht. Hier sind einige Bohrungen anzubringen, um die Sitzbänke passgenau einbauen zu können.

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