AV-8B Harrier II

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Neben den vier Hauptdüsen hat der AV-8B, ähnlich wie die Space Shuttle, eine Reihe von kleinen Steuerdüsen verteilt über den Rumpf (neben der viereckigen unter der Nase weitere an beiden Tragflächenenden auf der Ober- und Unterseite und am Heckausleger rechts und links). Weiterhin bedürfen die inwendigen Lamellen in den Hauptdüsen umfassender Spachtel- und Schleifarbeiten (3), zudem wurden die Hitzebleche B1 und B6 mit Bleifolie bekleidet.

Die gesamten Außenflächen sind nur spärlich detailliert und wurden nach Vorlagen abgeschliffen und größtenteils neu graviert und vernietet. Alle Blattantennen wurden durch Eigenbauten ersetzt, die Lufteinlässe ausgedünnt und in den Rumpf (Teile D17, D18, D24, D25) und an den Flügelwurzeln versenkt (4, 5). D21 wurde durch einen Eigenbau ersetzt. Gleiches gilt für alle Positions- und Antikollisionslichter, die aus Lego-Teilen neu aufgebaut wurden. Die einzelnen Lichter wurden je an der Innenseite aufgebohrt und mit Alufolie ausgekleidet, um die Birnen/Reflektoren zu simulieren. Teil D9 ist ein Messinstrument und sollte ebenfalls ausgehöhlt werden.

An der Außenseite der beiden gewaltigen Lufteinlässe sind extra Luftklappen angebracht. Damit kann der Harrier bei geringer Geschwindigkeit sowie bei Start und Landung dem Triebwerk extra Luft zuführen. Diese Luftklappen können am Modell wahlweise offen oder geschlossen eingebaut werden. Die Flaps oder Slats an den Flügeln sind gut wiedergegeben und lassen sich leicht montieren.

Luftbetankung und Bordkanone
Die einläufigen Mauser-Kanonen findet man nur bei englischen Maschinen! Die U.S. Marines benutzten dagegen eine nur links eingebaute sechsläufige GAU-12 Gatling-Kanone. Auf der rechten Seite ist der 300-Schuss-Munitionbehälter untergebracht. Meine benötigte Gatling entstand als Eigenkonstruktion aus Plastik, Resin und Injektionsnadeln (6, 7).
Der dem Bausatz beiliegende, nur eingefahren dargestellte Luftbetankungsstutzen ist relativ gut detailliert. Ich wollte aber einen ausgeklappten, um mehr „Action“ ins Modell zu bringen. Dieser entstand somit ebenfalls im Eigenbau aus Plastikprofilen, einem Stahlstift, Kupferdraht, Bleifolie und einer orangefarbigen LS-Linse (8).

Bemalung und Dekoration
Den AV-8B II kann man bausatzseitig in zwei Versionen markieren: als Maschine der VMA-231 „Ace of Spades“ mit Zweiton-Tarnung und als Harrier der VMA-223 „Bulldogs“. Letztere war auch meine Wahl, da mich die im Grunde etwas langweiligen Grau-in-Grau-Anstriche der U.S. Navy/Marines schon immer fasziniert haben. Das Schema ist eine Herausforderung, denn es gehört eine Menge Einsatz dazu, um die „graue Maus“ zum Leben zu erwecken. Trumpeters Bemalungsanleitung zeigt ausschließlich eine graue Zweiton-Tarnung. Die Maschinen der VMA-223 weisen allerdings eine Dreiton-Tarnung auf. Sie besteht aus Mittelgrau (FS36320) mit dunkelgrauer Oberseite (FS36118).
Fotos: Albert Tureczek

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